1. FC Köln: Schulterschluss und Pyro-Wahnsinn – Einblicke in die Welt der Kölner Ultras

Der 1. FC Köln hat im Derby gegen Borussia Mönchengladbach seinen ersten Liga-Sieg gefeiert und damit den Fehlstart in dieser Saison beendet. Die Fans hatten dabei einen großen Anteil am Erfolg. Die Ultras und Anhänger auf der Südtribüne des RheinEnergie Stadions haben den Spielern schon vor dem Spiel ordentlich Dampf gemacht und sie beim Schulterschluss unterstützt. Danach haben sie sie mit einer beeindruckenden Pyro-Show ins Derby geschickt. Obwohl das Vorgehen der Ultras eine Verzögerung des Anpfiffs und zahlreiche Raketen, Rauchtöpfe und Bengalos verursachte, zeigte es Wirkung. Kölns Kicker marschierten von der ersten Minute an, als gäbe es kein Morgen.

Allerdings wird der FC für diesen Feuerwerks-Wahnsinn eine verdammt teure DFB-Strafe zwischen 200.000 und 500.000 Euro zahlen müssen. Trotzdem hat der Schulterschluss mit den Fans den Spielern scheinbar eine Riesenlast von den Schultern genommen und die Ungewissheit, was auf sie zukommen könnte, wenn das Derby in die Hose geht. Kölns Capo Stephan Schell (Wilde Horde) hatte im Kreis der Profis eine emotionale Rede gehalten und den Stars minutenlang die bedingungslose Unterstützung für das Druck-Spiel zugesagt.

FC-Stars saugen die Atmosphäre auf

Die Botschaft der Ultras war, dass sie für 90 Minuten hinter den Spielern stehen werden, egal was passiert. Das hat den Spielern noch einmal einen Schub gegeben. Kapitän Florian Kainz sagte im Anschluss: „Die Stimmung im Stadion war überragend. Wir haben das aufgesaugt.“ Trainer Baumgart war über die Schell-Ansprache bereits im Vorfeld informiert und hatte sein Okay für die Aktion gegeben. Deshalb erklärte er auch schon auf der Pressekonferenz vor dem Spiel: „Ich weiß, dass wir 95 Minuten lang die volle Unterstützung des ganzen Stadions haben werden.“

Die Fans und Ultras hielten ihr Wort und peitschten Kölns Kicker zum so wichtigen ersten Sieg in dieser Absturz-Saison.